Tuina - Meridianarbeit und Akupunktbehandlung

Meridianarbeit und Akupunktbehandlung


Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) geht davon aus, dass im Körper "Energie" in Form von Qi zirkuliert. Die Bahnen in denen das Qi hauptsächlich fließt, nennt man Meridian oder Jing Luo (Jing - Längsfäden   Luo - Netzwerk).
Diese Energiebahnen überziehen den gesamten Körper, nicht nur an der Oberfläche, sondern spiralförmig von innen nach außen, alle Gewebe und Strukturen des Körpers.

Das Ziel der Behandlung ist die Meridiane in eine relative Balance zu bringen und den ungehinderten Fluß des Qi zu ermöglichen.
Ein zuviel an Qi wird abgeleitet, ein zuwenig aufgefüllt, Blockaden werden gelöst.
Ein Ungleichgewicht im "Qi-Haushalt" führt zu verschiedenen Beschwerden im Körper.
Man kann sich die Qi-Zirkulation ähnlich wie einen Fluß vorstellen: Er soll regelmäßig und gleichmäßig fließen.
Wird er blockiert, zB. durch Steine oder Holz, entsteht ein Stau. Das hat zur Folge, dass vor dieser Blockade das Wasser steigt und irgendwann über die Ufer tritt, und gleichzeitig gibt es hinter der Blockade zu wenig Wasser und die Erde trocknet aus.

Die Blockaden wiederum entstehen hauptsächlich durch falsche Ernährung, emotionales Ungleichgewicht und falsches Verhalten.


Um herauszufinden wie der Zustand des Qi im Körper ist, werden vorallem Puls und Zunge beurteilt, ebenso das allgemeine Erscheinungsbild des Menschen und seine Verdauung.
Danach werden die Energiebahnen und Akupunkte mit den Händen oder dem Therapiestäbchen behandelt. Auch mit Moxibustion können die Punkte angeregt werden.


Weitgehend bekannt ist die Akupunktur, bei der mit Hilfe von Nadeln eine Stimulation der Akupunkte erreicht wird. Diese Form der Behandlung übe ich NICHT aus.

Sehr interessant ist, dass Akupunturpunkte mit Hilfe von elektrischen Geräten gemessen werden können, da sich der Hautwiderstand bzw. die elektrische Spannung am Akupunkt deutlich von der Spannung des umliegenden Gewebes unterscheidet.